Lesen und Träumen: Die Verbindung zwischen Träumen und Kreativität
- Eileen Gerwat
- 9. Aug. 2024
- 4 Min. Lesezeit
Inhaltsverzeichnis
Lesen, Träumen und die Kreativität
Lesen, Träumen und unser Gehirn
Ist Träumerei nur etwas für Romane?
Alle Arten der Träumerei
Zeit zum Träumen
Lesen, Träumen und die Kreativität
Das Buch aufschlagen, die Welt um Dich herum vergessen, in vollkommener Versunkenheit in fremde Welten eintauchen. Ein Gefühl der Freiheit.
Nur ein Gefühl? Nein. Wenn wir Lesen schenken wir uns selbst ein Stück Freiheit. Die Freiheit zu Träumen in ein wichtiger Schritt zur Kreativität und zum Glücklichsein.

Lesen ist wie Reisen, nur ohne Kofferpacken und verspäteten Zügen zum Flughafen... 🚉✈️
Und deshalb sind Bücher nicht nur Fenster in andere Welten, sondern auch Quellen unendlicher Inspiration. Diese Welten sind oft so detailliert und faszinierend, dass sie unsere Gedanken und Ideen anregen.
Wie beim Reisen auch erleben wir in Büchern Abenteuer, begegnen neuen Menschen (Charakteren), hören von inspirierenden Geschichten, werden zum Nachdenken verleitet und aufgefordert unseren Horizont zu erweitern.
Denn wir werden dabei zu stillen Beobachtern, die tief in die Handlungen und Emotionen der Figuren eintauchen. Jede Figur erzählt und sieht die Geschichte aus einem eigenen Hintergrund und Blickwinkel. Um diesen Mustern zu folgen, müssen wir uns als LeserIn von unserem eingeprägten Denkweisen und Mustern lösen, die uns bisher durch unser Leben führen.
Manche unserer Muster sind gut, manche hindern uns aber auch, weiter zu gehen, mehr aus uns oder Situationen und unserem Leben zu machen und vor allem: zu träumen. Und damit auch kreativ zu sein. Beim Lesen knüpft unser Gehirn neue Verbindungen, Ideen und wird inspiriert.
Diese Erfahrungen bereichern unsere Vorstellungskraft und schärfen unser kreatives Denken.
Am kreativsten sind wir bei alle dem, wenn wir träumen dürfen.

Mein Bruder und ich in der Wüste vor ein paar Jahren.
Wer gerne liest und träumt weiß, dass Bücher und Träumerei mehr als nur Unterhaltung sind.
sie sind wie Nahrung für unsere Seele.
sie sind Quellen der Inspiration.
sie sind Werkzeuge der Bildung.
sie sind der Katalysator unserer Kreativität.
sie sind die magische Wundsalbe für Körper, Geist und Seele.
Durch das Lesen lernen wir, über den Tellerrand hinauszuschauen und neue Welten zu erkunden.
Diese Fähigkeit ist nicht nur für Schriftsteller wertvoll, sondern für jeden, der kreativ sein möchte.
Woher kommt die Leidenschaft zum Schreiben?
Viele Autoren erzählen, dass ihre Leidenschaft fürs Schreiben aus dem Lesen entsprungen ist. Durch das Lesen entdecken wir die Magie der Worte und die Kraft der Erzählkunst.
Wir lernen, wie Geschichten aufgebaut sind und welche Elemente sie spannend machen, wie wir uns als LeserIn beim Lesen fühlen, welche Schreibstile, Genres und Geschichten es gibt. Diese Erkenntnisse können uns inspirieren, selbst zur Feder zu greifen und unsere eigenen Geschichten zu schreiben.
Wenn wir lesen, können sich unsere Gedanken vollkommen auf die reine Vorstellungskraft konzentrieren. Wenn wir schreiben, können wir unseren Träumen und Gedanken eine Form geben.
Lesen, träumen und unser Gehirn
Regelmäßiges Lesen stärkt das Gehirn und verbessert den Wortschatz sowie die kognitive Funktion.
Lesen fiktionaler Geschichten erhöht die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen, was das kreative Schreiben bereichert.
Während des REM-Schlafs werden Gedächtnisinhalte verarbeitet, was kreative Verbindungen fördert.
Schreiben strukturiert Gedanken und Gefühle, fördert Selbstreflexion und kreatives Denken.
Lesen aktiviert Gehirnregionen für Sprachverarbeitung und Vorstellungskraft, die auch beim Schreiben und Träumen wichtig sind.
Eine Studie aus dem Jahr 2013, veröffentlicht in der Zeitschrift Creativity Research Journal, fand heraus, dass das Lesen von fiktionalen Texten die Kreativität mehr anregt als das Lesen von Sachtexten. Dies liegt daran, dass fiktionale Geschichten oft komplexe Handlungen und Charaktere enthalten, die die Vorstellungskraft stärker beanspruchen und fördern. Dass aber auch Sachtexte inspirieren sein können, da sie nützlichen Input liefern, darf gerne berücksichtigt werden - also auch immer mal wieder ein Sachbuch lesen! :)
Kreatives Schreiben stärkt das kritische Denken und die Problemlösungsfähigkeiten.
Träumen hilft, komplexe Probleme zu lösen, indem es das Gehirn zu neuen Lösungen führt.
Ist Träumerei nur etwas für Romane?
Wenn wir an Träumerei und Schriftstellerei denken, kommen uns meist fremde und fantastische Welten in den Sinn, nicht unbedingt Lexika oder Bücher über Stabheuschrecken.
Doch ohne Träumerei, Inspiration und Kreativität wäre niemand auf die Idee gekommen, ein umfassendes Wissensbuch wie ein Lexikon zu schreiben oder sich intensiv mit den langbeinigen Tarnungskünstlern zu beschäftigen - oder ja, eben fantastische Welten zu erschaffen.
Und wer wäre auf die Idee gekommen eine Inspirationsquelle für andere sein zu wollen?
Alle Arten der Träumerei
Tagträume, Albträume, Illusionen, Gehirnspinste? Egal ob wir unsere Träume und Vorstellungen als positiv oder negativ, passend oder unpassend bewerten, sie sind Inspiration und ein Ausdruck unseres Inneren. Und das können wir uns zu nutze machen - weiter spinnen, analysieren, ausbauen oder mit Lösungen vorantreiben.
Wenn wir unsere Träume aber unterdrücken, erlauben wir uns nicht frei und ohne Einschränkungen zu denken. Umgekehrt bedeutet es:
Die Träumerei ist die Bühne auf der unsere Kreativität frei erstrahlen und tanzen kann.
Zeit zum Träumen
Ein hektischer oder starrer Alltag kann es uns erschweren zu träumen. Träumen und Kreativität bedingen sich und überschneiden sich dabei fließend. Sie ermöglichen es uns, Sorgen loszulassen, der Fantasie freien Lauf zu lassen, neue Ideen zu entwickeln und alte Vorstellungen zu hinterfragen.
Wichtig: Sie helfen uns, Probleme zu lösen und Blockaden zu überwinden, im Privaten sowie im Beruflichen.

Träumen... und dann? Ein Kreativitätsleitfaden:
Für das Leben ist Träumerei und Kreativität unabdingbar. Egal, ob du ein sporadischer oder absoluter Buchliebhaber bist, oder ein (aufstrebender) Schriftsteller – das Lesen ist der Schlüssel zu deiner Kreativität. Es öffnet Türen zu neuen Ideen und hilft dir, deine Träume in die Realität umzusetzen.
Hier sind ein paar Tipps, wie du deine Kreativität mit Lesen und Träumen fördern kannst:
Unterschiedliches: Du hast eine Lieblingsgenre? Das ist wunderbar. Aber vergiss nicht, dass es unzählige weitere Genres gibt. Bleibe offen für neue Genres und Autoren.
Zeit: Keine Zeit zum Träumen und lesen? Das geht leider vielen so. Versuche dennoch irgendwo in deinem Zeitplan einen freien Platz dafür zu finden. Selbst, wenn es nur einmal die Woche ein Kapitel Deines Lieblingsromans ist oder jeden Tag ein paar Minuten zum freien Gedanken schweifen lassen ist.
Träume: Versuche, deine Träume nach dem Aufwachen zu notieren, auch wenn es nur Fragmente sind, die Dir unzusammenhängend und wirr im Kopf herumschwirren. Da Merken der nächtlichen Träume kann man tatsächlich trainieren. Bald wirst Du Dich dann an deine Träume wie an einen Film erinnern können. Schreibe auch Ideen auf, die dir tagsüber kommen. Diese können dich später inspirieren.
Inspiration: Lass dich von Lieblingsgeschichten, Szenen, Charakteren und Momenten in Büchern inspirieren, die dir nicht aus dem Kopf gehen. Sie können der Ausgangspunkt für deine eigenen kreativen Projekte werden (Achtung: Es geht um Inspiration, nicht um das Kopieren des Originals).

Träumen ist oft der Ausgangspunkt für kreative Prozesse.
Es erlaubt uns, frei und ohne Einschränkungen zu denken.
Also, nimm dir ein gutes Buch,
tauche in eine andere Welt ein
und lass deine Fantasie fliegen.
Denn am kreativsten sind wir, wenn wir träumen dürfen...
Herzliche Grüße, Eileen
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