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Deine Geschichte ist eine Blumenzwiebel - Mut beim Romanschreiben


Kennst du das?

Gedacht, geschrieben, gefreut. Und dann kamen die Selbstzweifel...

Dann ist dieser Beitrag das Richtige für dich.


Aber als allererstes müssen wir eine wichtige Definition klären:


Schreiben ist Magie. 



Feuerfunken und Magie, kreativer Schreibprozess, Selbstzweifel beim Schreiben
Schreiben ist magische Reise ins Ungewisse. Um diese Welt aber zu entdecken, muss du sie erst antreten.


Es gibt diese Momente, in denen alles fließt: Die Geschichte entsteht fast von selbst, Worte reihen sich mühelos aneinander, Szenen laufen vor deinem inneren Auge wie ein Film ab. Du riechst, was deine Figuren riechen. Du hörst, was sie hören. Und du spürst, dass du genau das tust, wofür du brennst: Schreiben.


Dieses Gefühl, vollkommen in der eigenen Geschichte zu versinken, ist eines der schönsten, das kreatives Arbeiten schenken kann. Es ist das pure Eintauchen in die eigene Vorstellungskraft und das Verwandeln von inneren Bildern in greifbare Worte.


Das ist Flow. Das ist Kreativität in Reinform.



Von richtig guten Schreibsessions


Irgendwann braucht auch der kreative Flow eine Pause. Oder das Handy klingelt, das ist mindestens genauso nervig.

Du legst den Stift hin oder schiebst die Tastatur zur Seite. Vor dir liegt ein Text, auf den du stolz bist. Zumindest für einen Augenblick.


Dann gibt es zwei Möglichkeiten: Du schaust noch einmal hin und

  • bleibst in dem motivierenden Rausch

  • kannst plötzlich keine Inspiration und Magie mehr in deinem Text finden. Die Figuren wirken blass, der Stil holprig, die Dialoge zu flach.


Willkommen in der Selbstzweifelphase.


Fast jeder Autorin kennt diesen Moment.

Gerade eben hast du noch gespürt, dass du schreiben kannst und im nächsten Atemzug fragst du dich, ob du jemals wieder etwas Gutes zu Papier bringst.



Was du tun kannst, wenn dich der Mut beim Romanschreiben verlässt


Wenn sich diese negativen Gedanken einschleichen, gehe ihnen nicht auf den Grund. Analysiere nicht, ob die Selbstzweifel berechtigt sein könnten. Das führt nur tiefer in die Sackgasse.

Stattdessen:


  • Schau auf dein Moodboard, wenn du eines hast. Erinnere dich an das, was dich von Anfang an an dieser Geschichte begeistert hat.

  • Verbinde dich mit dem Hochgefühl und der Kreativität, die du eben beim Schreiben hattest.

  • Mach eine Pause. Nicht, um alles zu überdenken, sondern um Abstand von dem vermeindlich schlechten Text zu gewinnen.


Und vor allem:


Gib deinen Selbstzweifeln keine Macht.


Selbstzweifel und Schreibblockaden hören nie auf. Nicht vor dem ersten Roman, nicht nach dem zehnten. Auch erfolgreiche AutorInnen kämpfen mit ihnen.


Der Unterschied: Sie schreiben trotzdem weiter.



Was Mut beim Romanschreiben mit Selbstzweifeln zu tun hat


Kreativität bedeutet Mut,.


Und Mut kann nur existieren, wenn es etwas gibt, wovor wir uns fürchten. Beim Romanschreiben betrittst du Neuland. Du wagst dich in Ideen, die es noch nie gab und zu denen du natürlic auch keine Referenz hast. Es gibt also auch keine Garantien, keine Anleitung oder Beweise dafür, dass das, was du erschaffst, „gut“ ist.

Aber das sollte dich auf keinen Fall daran hindern, es auszuprobieren.


Um die Angst beim Schreiben zu überwinden, generell Selbstzweifeln hinter dich zu bringen, nutzt du am besten überhaupt keine Adjektive, um deine Geschichte oder Situation zu beschreiben.


  • Kreativität heißt nicht kopieren. Sie heißt: neu erschaffen.

  • Und Neues entsteht immer im Ungewissen. Es ist enicht umsonst ein kreativer Prozess.

  • Ungewisses ist hierbei nichts Negatives. Sondern der Ort, an dem einfach alles möglich ist.


Und wenn du schonmal tiefer in eine deiner Geschichten eingetaucht und den Figuren gefolgt bist, wirst du gemerkt haben, dass trotz aller Erstideen und Vorstellungen, deine Geschichte ab einem Punkt zum Leben erwacht und ihr eigenes Ding macht.


Dann bist du nur noch der Schreiber deines Romans. Aber das bist du gerne. Denn du darfst diese Geschichte vor allen anderen erleben.



Der erste Entwurf ist eine Blumenzwiebel


Lass deinen ersten Entwurf unvollkommen sein.


Er darf Stolperstellen, unfertige Sätze und Platzhalter haben. Deine Figuren dürfen noch wachsen und sich bis zum letzten Draft verändern. Das gehört dazu.

Schreiben ist ein Handwerk, und ein kreativer Prozess. Kaum ein Text den du vor fünf Jahren geschrieben hast, würdest du heute noch genauso schreiben. Das macht den "alten" Text aber nicht schlechter.


Wenn du dich in dieser frühen Phase von Perfektionismus und Selbstkritik lähmen lässt, nimmst du deiner Geschichte den Boden, auf dem sie überhaupt erst keimen kann.


Und ehe sie nicht über das Keimen hinaus gegangen ist, tust du ihr und dir selbst 100% Unrecht an. Das willst du sicher nicht.


Keine Blumenzwiebel sieht aus wie die Blume, die sie einmal werden wird.


Dein erster Entwurf ist diese Zwiebel: roh, unscheinbar, aber voller Leben und vor allem Chaos. Trotzdem trägt sie bereits die DNA deiner Geschichte. Nun braucht sie Pflege, Geduld und Licht.



Roman Schreiben, Selbstzweifel überwinden, deine Geschichte ich wie diese Rose. Ohne, dass du sie erblühen lässt, wirst du nicht wissen, wie wunderbar sie ist.
Schreiben ist Magie. Und deine Geschichte ist wie eine Blume.

Lass deine Geschichte wachsen


Wenn das erste zarte Grün aus der Erde bricht, siehst du, dass deine Geschichte lebt. Sogar bereits dann schon, als du noch dachtest, unter der Erde würde überhaupt nichts passieren. Aber noch ist sie keine voll erblühte Blume, dafür auf dem Weg dorthin.


Pflege sie. Schütze sie. Lass sie nicht von den trampelnden Schuhen namens Selbstzweifel zerstören, bevor sie nicht wenigstens ein mal blühen konnte.


Denn Geschichten sind keine einjährigen Blumen, sondern Mehrjährige. Das ist doch klar.


Gib ihr die Möglichkeit zu wachsen und ihr Gleichgewicht zu finden. Denn sonst wirst du nie erfahren, wie schön sie geworden wäre.


Also, nutzt du deinen Mut beim Romanschreiben während des gesamten Schreibprozesses, oder nur bei der allerersten Idee?


Herzliche Grüße,

Eileen

 
 
 

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